Archiv

Bild hetzt gegen M. Kurnaz

Schlimm genug, dass ein Mensch unschuldig in ein Gefängnis gesperrt wird, vier Jahre lang, nicht in irgendein Gefängnis. Nein in das berüchtigte Gefangenenlager auf Guantanamo. Dort foltern die USA angebliche Terroristen.

Und wen wundert es noch, dass auch der Deutsche Staat überall seine schmutzigen Finger mit im Spiel hat. Damit aber nicht genug, auf üble Weise hetzt die Bild-Zeitung gegen M. Kurnaz der unschuldig im berüchtigten Guantanamo gefangengehalten wurde.

Kurnanz der ein jahrelanges Märtyrium ertragen musste, bekommt keine Entschuldigung. Im Gegenteil. Verantwortliche Politiker wollen nichts gewusst haben und können natürlich nichts für das wiederfahrene Unrecht.

Und die Bild-Zeitung tut das, was sie am besten kann! Sie hetzt und lügt, wie im nachfolgenden Artikel von bild-online ersichtlich:

 

Warum ist eigentlich die deutsche Regierung für diesen Türken zuständig?

Von ROLF KLEINE

Berlin – Immer mehr Deutsche fragen sich: Wie kann der Fall des türkischen Guantánamo-Häftlings Murat Kurnaz (24) den deutschen Außenminister Frank-Walter Steinmeier (51/SPD) in Schwierigkeiten bringen?

Der Vorwurf lautet: Die rot-grüne Bundesregierung und ihr damaliger Kanzleramtsminister Steinmeier hätten verhindert, dass Kurnaz schon vor Jahren von den USA freigelassen wurde.

• Was ging das Schicksal des türkischen Staatsbürgers und streng gläubigen Muslims die deutsche Bundesregierung überhaupt an?

Kurnaz wurde in Bremen als Kind türkischer Eltern geboren, hatte nie einen deutschen Pass. Drei Wochen nach den Terror-Anschlägen auf das World Trade Center flog er nach Pakistan, angeblich um den „Islam zu studieren“. Dort wurde er im November 2001 unter Terrorverdacht gefangengenommen – und ins US-Hochsicherheitslager in Guantánamo/Kuba gebracht.

• Warum bemühte sich die rot-grüne Bundesregierung seit Februar 2002 in Washington um die Freilassung des Bremer Türken?

Offenbar fühlte Berlin sich verantwortlich für das Schicksal des legal in Bremen lebenden Türken. Doch ohne Erfolg!

Nach einem Vermerk des Auswärtigen Amtes vom Januar 2006 hat die US-Regierung damals „mitgeteilt, dass Auskünfte über die Inhaftierung von Personen ... nur an Regierungen erfolgen, deren Staatsangehörige betroffen sind“.

Im Klartext: Weil Kurnaz türkischer Staatsbürger ist, konnte nur die Regierung in Ankara etwas für ihn tun!

• Haben sich die Türken um ihren Staatsbürger gekümmert?

Zunächst ja! Sie teilten seinen Eltern offiziell mit, das türkische Generalkonsulat in Hannover sei zuständig. Doch dann erlahmte der Eifer der Regierung in Ankara. Nach einem Besuch türkischer Beamter in Guantánamo teilten sie den Deutschen mehrdeutig mit, es gebe „weitergehende
Informationen“ über Kurnaz.

Ihn ließen die USA erst frei, nachdem Kanzlerin Merkel und Außenminister Steinmeier sich persönlich in Washington für ihn eingesetzt hatten.

22.1.07 17:41, kommentieren

Bild hetzt weiter gegen Kurnaz

Die Bild lässt es sich nicht nehmen weiter gegen Kurnaz zu hetzen. So bezeichnet das Zündblättchen Kurnaz als "Bremer Taliban".

Scheinheilig fragt die Bild: "doch war der Bremer Taliban wirklich so harmlos?"

„Bremer Taliban“

Wie gefährlich ist er wirklich?

Von ROLF KLEINE

Berlin/Brüssel – Er bezeichnet sich als Opfer des Anti-Terror-Kampfes: Der Bremer Türke und Ex-Guantánamo-Häftling Murat Kurnaz (24) – doch war der „Bremer Taliban“ wirklich so harmlos?

Gestern wies Außenminister Frank-Walter Steinmeier (SPD) Vorwürfe des „CIA-Ausschusses“ des EU-Parlaments zurück, die frühere Bundesregierung habe sich der „unterlassenen Hilfeleistung“ schuldig gemacht und ein Freilassungsangebot der USA zurückgewiesen. Steinmeier gestern: „Ein solches offizielles Angebot ... kenne ich nicht!“

Tatsache ist, noch 2005 waren sich deutsche Ermittlungsbehörden sicher: Kurnaz ist brandgefährlich! In einem Vermerk des LKA Bremen vom Mai 2002 heißt es: Es „besteht Grund zu der Annahme, dass Kurnaz nach Pakistan gereist ist, um von dort aus an der Seite der Taliban in Afghanistan gegen die USA zu kämpfen.“

Seinem Freund Selcuk Bilgin, der ihn damals begleiten sollte, aber bereits am Frankfurter Flughafen verhaftet wurde, bescheinigt das LKA „erkennbar hohe Gewaltbereitschaft“!

Merkwürdig auch: Kurnaz’ Flugticket von Frankfurt nach Karatschi (PIA 768) am 3.10. 2001 wurde mit einer EC-Karte bezahlt – sie gehörte seinem Freund Sofyen Ben Amor.

Aus abgehörten Telefongesprächen wissen die Ermittler: Dieser Ben Amor hatte Kontakt zu den radikalen Taliban – und zum Vorbeter der Bremer Abu-Bakr-Moschee, Ali Miri. Der mehrfach vorbestrafte Miri hatte Kurnaz zum militanten Islam bekehrt.

Ein Mitschüler des Bremer Türken aus der Berufschule sagte bei der Kripo aus: Seit dem 11. September 2001 trug Kurnaz eine Kampfanzug-Hose – im Display seines Handys habe ein Wort geleuchtet: TALIBAN ...

24.1.07 16:44, kommentieren

Der grausame Schweinefarmer

http://www.bild.t-online.de/BTO/news/2007/01/24/
serien-moerder-vancouver-0/prozess-prostituierte-vancouver.html

Sind Schweinefarmer nicht immer Mörder? Schlachten Schweinefarmer nicht immer? Und ist Schlachten nicht immer grausam?

Ich bin keiner dieser Tierfreunde die vom Holocaust an irgendwelchen Tieren labert und ich setzte auch einen Mord nicht mit der Schlachtung eines Tieres gleich.

Ich finde lediglich, die Bild-Headline "so grausam mordete der Schweine-Farmer" einfach unfreiwillig komisch.

Außerdem erinnert mich der Schweine-Farmer sehr an "Edgar" (bzw. die Schabe im Edgar-Kostüm) aus Men in Black.

24.1.07 18:25, kommentieren